28.03.2026 – Allgemein, News

Gold Cup in Puerto Portals: 22 Drachen aus dem deutschen Geschwader in der Bucht von Palma

Schwierige Bedingungen und starke Ergebnisse aus dem deutschen Geschwader: Beim Yanmar Dragon Gold Cup 2026 in Puerto Portals segelten zwei Boote in die Top Five, dazu kamen Silber und Bronze in der Corinthian Trophy sowie Platz zwei im Nations Cup.

44 Stunden auf dem Wasser, 65 Boote aus 16 Nationen – und das deutsche Geschwader mit 22 Booten so stark vertreten wie keine andere Gruppe im Feld.

Silber und Bronze in der Corinthian Trophy, zwei Boote in den Top Five der Gesamtwertung und Platz zwei im Nations Cup: Das deutsche Geschwader hat beim Yanmar Dragon Gold Cup 2026 in Puerto Portals ein starkes Ergebnis erzielt. 21 Boote gingen unter deutscher Flagge an den Start, dazu kam EASY mit Michael Zankel unter portugiesischer Kennung – damit war das deutsche Geschwader mit insgesamt 22 Booten vertreten.

Anspruchsvolle Bedingungen in der Bucht von Palma

Der Gold Cup in Puerto Portals auf Mallorca war vom 12. bis 21. März sportlich wie taktisch eine echte Herausforderung. So früh im Jahr zeigte sich die Bucht von Palma nicht mit verlässlicher Seebrise, sondern mit wenig Wind, drehenden Richtungen und schwer lesbaren Mustern. Wer Kipper, Böen und Dreher rechtzeitig erkannte, konnte innerhalb kurzer Zeit viele Plätze gutmachen. Wer auf der falschen Seite des Kurses stand, verlor ebenso schnell wieder den Anschluss.

65 Boote aus 16 Nationen, sechs Rennen ohne Streicher – ein Format, das keine Fehler verzeiht. Der Bordchronometer an Bord von SAPPHIRE IV zählte am Ende 44 Stunden auf dem Wasser.

Das beste Ergebnis aus dem deutschen Geschwader lieferten Michael Zankel, Joao Maria Matos Rosa und Diogo Perera auf EASY mit Platz vier in der Gesamtwertung. EASY segelte zwar unter portugiesischer Kennung, gehörte mit Michael Zankel aber klar zum deutschen Geschwader und deutschen Teamumfeld. Im fünften Rennen setzten sie sich gegen das gesamte Feld durch und gewannen. Christoph Toepfer, Markus Koy und Diego Negri folgten mit AURORA auf Platz fünf. Beide Boote starten für den Norddeutschen Regatta Verein, der mit 14 Booten den Kern der deutschen Flotte stellte.

Nicola Friesen setzte im letzten Rennen einen schönen Schlusspunkt: Mit Vadim Statsenko und Charles Nankin an Bord von KHALEESI gewann sie das letzte Rennen des Gold Cup. In der Gesamtwertung beendete das Team die Regatta auf Platz 15.

Zwei Boote auf dem Corinthian-Podium

In der Corinthian Trophy für reine Amateurcrews segelten Jan Woortman, Caspar Dohse und Marcel Vockel auf SAPPHIRE IV auf Platz zwei. Arnt Bruhns, Soenke Bruhns, Jan Bruhns und Maurice Oster folgten mit ISKAREEN auf Platz drei. Zwei deutsche Boote auf dem Corinthian-Podium – beide vom NRV.

Interessant ist dabei der Blick auf die Wertung: In der Corinthian Trophy werden die Amateurcrews ausschließlich untereinander gewertet – unabhängig davon, wie viele Profi-Teams in der Gesamtwertung zwischen ihnen liegen. Deshalb kann ein Boot im Overall vor einem anderen liegen und in der Corinthian-Wertung trotzdem dahinter. Genau das war hier der Fall: ISKAREEN lag im Overall auf Rang 11 vor SAPPHIRE IV auf Rang 13. Im direkten Corinthian-Vergleich lag SAPPHIRE IV am Ende jedoch mit 32 zu 33 Punkten knapp vorn.

Im Nations Cup belegte Deutschland Platz zwei – hinter Großbritannien und vor Belgien. In die Wertung flossen die Ergebnisse von STILL IN THE MAKING, ISKAREEN und EASY ein. Auch daran zeigt sich, dass EASY sportlich klar Teil des deutschen Auftritts war, obwohl das Boot in der Ergebnisliste unter portugiesischer Kennung geführt wurde.

Auch in der Breite war das deutsche Geschwader gut vertreten. VESPER belegte Platz 13, KHALEESI Platz 15, FLOTTER DREIER Platz 16, GOLDKANTE Platz 22 und STILL IN THE MAKING Platz 24. Es folgten JAM auf Platz 27, PUCK auf Platz 30, ROSIE auf Platz 32, LOUISE auf Platz 37 und FUNKY BUSINESS auf Platz 38. LILIBETH kam auf Platz 43, PUNRAZ auf Platz 48, LIV auf Platz 49, AMAZING GRACE auf Platz 50, JOLANDA auf Platz 54, SMILLA auf Platz 56, GIACOMO auf Platz 58 und RICHARD auf Platz 61. Magdalena Gründt war damit die jüngste Steuerfrau in der deutschen Flotte.

Der Gesamtsieg geht nach Schottland

Den Gesamtsieg sicherten sich Grant Gordon, Luke Patience, Ruairidh Scott und Faye Chatterton mit LOUISE RACING. Das schottische Team nutzte im letzten Rennen den Ausrutscher des bis dahin führenden Schweizer Bootes GINKGO RACING mit Jan Eckert, Torvar Mirsky und Frederico Melo und machte den Titel mit Platz fünf im Finale perfekt.

44 Stunden auf dem Wasser. Der nächste Gold Cup kommt bestimmt. Dann in Travemünde!

Yanmar Dragon Gold Cup 2026