Deutsches Drachengeschwader e.V.

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10.09.2019

Gäste dominieren den Drachenhumpen am Ammersee

Morgendliche Südwind belohnt die lange Warterei von Tag 2

Und der Humpen geht an... - Vincent Hoesch (CYC), Peter Liebner (ASC) und Felix Schneider

Lokalmatador Florian Bauer (ASC) gewinnt mit Hermann Wegener und Michael Mayer den Hanns Cotta Gedächtnispreis für das beste Team vom Ammersee.

Hannes Braun segelt mit Christiane Serini und Roland Krafka auf Platz Zwei.

Florian Jacob, Thomas Birkner und Harald Gusek wedren dritte.

Ammersee. ASC. 30. August - 1. September 2019. Stabile Hochdrucklage - oder sommerliche laue Windlage.... Vinci Hoesch gewinnt mit Peter Liebner und Felix Schneider bei zwar insgesamt wenig Wind und aber doch drei wunderschönen Wettfahrten den Drachenhumpen 2019.

Bei leichtem Nordost am sonnigen Freitagnachnittag konnte sich der Ammerseer Claas von Thülen (ASC) mit seinem Holzdrachen Ger 226 noch als Zweiter hinter Vinci Hösch vom Chiemsee (CYC) unter die ersten Platzierungen mischen. Um ihn herum waren nur Gäste  - sei es vom Starnberger See oder aus dem hohen Norden:  Justus Kniffka (NRV) wurde Dritter im ersten Rennen, gefolgt von Hannes Braun (MYC), Florian Jacob (JSC) und Hansi Pölt (DTYC), der mit seinen 88 Jahren immer noch vorne mitsegelt! Insgesamt waren 27 Drachen am Start des Drachenhumpens, davon 11 Auswärtige, die zum Teil treue Gäste bei dieser hochkarätigsten Drachenregatta des Ammersees sind. Der Freitag endete in einer launigen Gulaschparty unter wohlgelaunten Seglern auf den Steganlagen des Augsburger Seglerclubs.

Angesichts des sonnigen Spätsommers setzte Wettfahrtleiter Michi Erhardt auf den Ammersee-Südwind und kündigte den ersten Start für Samstag 7:00 an – nur leider blieb der Südwind diesmal aus. So wurde den ganzen Samstag bis zum Spätnachmittag auf Wind gewartet. Es gibt schlimmeres als einen Tag mit Freunden im Segelclub zu verbringen – es könnte regnen – obwohl, Regen mit Wind ist manchmal auch nicht schlecht.

Michi Erhardt war mutig genug, es am Sonntag nochmal mit Südwind zu versuchen und diesmal ging die Rechnung auf. Start zur zweiten Wettfahrt am Sonntag um 8:00 bei konstanten zwei Beaufort und es gelangen noch eine Dritte Wettfahrt – erst Nummer vier wurde auf der zweiten Kreuz bei absolutem Stillstand abgeschossen. Es soll zwar auf der rechten Seite der Kreuz noch ein Nordwind aufgekommen sein, doch der war schon zu spät für einen reellen Zieleingang. So blieb es bei  drei gewerteten Wettfahrten, die von Vinci Hösch mit Peter Liebner und Felix Schneider gewonnen wurden, vor Hannes Braun mit Christiane Serini und Roland Krafka auf Platz Zwei. Den Dritten Rang belegen Florian Jacob mit Thomas Birkner und Harald Gusek. Auf den vierten Platz schließlich der Lokalmatador Florian Bauer (ASC) mit Hermann Wegener und Michael Mayer, die den Hanns Cotta Gedächtnispreis für das beste Team vom Ammersee mit nach Hause nehmen – niemand hat den Preis so oft gewonnen wie Florian Bauer seit seiner Stiftung vor 25 Jahren. 

Nach dem Humpen steht mit dem Drachenfinale am 14./15. September im ASViM in Herrsching noch eine letzte Ranglistenregatta am Ammersee aus mit der die Revier-Saisonauswertung vollendet wird. Die Gästewertung ist allerdings bereits effektiv entscheiden, denn Vinci Hösch führt nahezu uneinholbar mit  über 400 Punkten Vorsprung vor Andal Lachenschmidt (MYC). Spannend ist hingegen noch die Wertung der besten Yacht der Saison, von der - viele wissens es -  ein Halbmodell angefertigt wird. Hier liegt GER 819 von Familie Belgardt (HSC) mit 934 Punkten nur knapp vor GER 1189 von Rainer Kloos (ASC) mit 891 Punkten. An dritter Stelle ist GER 1217 von Vinci Hösch aufgerückt, mit 830 Punkten. In jedem Fall scheint es ein neues Halbmodell zu geben, denn keine der drei führenden Yachten hat die seit fünf Jahren vergebene Wertung zuvor gewonnen. Bei den Vorschotern führt derzeit Manfred Belgardt (HSC) mit 934 Punkten vor Peter Liebner, der den Jan Schröder Palstek in den vergangenen drei Jahren zuhause hatte, mit 830 Punkten. Es kommt also viel darauf an, ob sich Vinci und Liebner beim Drachenfinale sehen lassen.

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Drachenreporter: Dr. Gregor Berz

Fotos: ©Patrick Wittmann (Segeln) & ©Rainer Birkholz (Siegerehrung)