Warten auf Wind am Starnberger See
Erst Regen, dann Wind aus verschiedensten Richtungen – nur keine segelbaren Bedingungen: Am zweiten Tag der Drachen-IDM bleibt die Flotte an Land. Langweilig wird es trotzdem nicht.
© Michi Lipp
Starnberg. 1. Oktober 2026. Am Ende stirbt auch die letzte Hoffnung. Kein Start, keine Wettfahrt: Der zweite Tag der Internationalen Deutschen Meisterschaft auf dem Starnberger See wird zum langen Warten auf Wind.
Am Morgen zog zunächst eine kleine Regenfront über den See. Gegen 10:30 Uhr war sie durch – und das Hoffen begann. Mal zeigte sich Wind hier, mal dort, zwischendurch sah es tatsächlich so aus, als könnte sich etwas entwickeln. Doch über den See verteilt entstanden immer wieder einzelne Windfelder, ohne dass sich daraus stabile Bedingungen für eine Regattabahn entwickelten.
Also warten. Die 65 Crews machten das Beste daraus. Es wurde geredet, Karten gespielt und gearbeitet, Laptops klappten auf. Die Flottenkapitäne nutzten die Gelegenheit für ein Treffen mit dem Vorstand der Deutschen Drachenklasse, das Gold-Cup-Team trieb seine Planungen weiter voran. Wenn schon einmal so viele Drachensegler an einem Ort versammelt sind, findet sich auch ohne Wind einiges zu besprechen.
Irgendwann war klar: An diesem Freitag würde nicht mehr gesegelt.
Der Stimmung tat das wenig Abbruch. Am Abend warteten Pasta-Party und Freibier beim Bayerischen Yacht-Club. Das Stegbier gab es diesmal nicht am Steg, sondern am Casino – mit bestem Blick über den Starnberger See.
Es gibt unangenehmere Orte, um einen Tag auf Wind zu warten.
Am Samstag geht es weiter. Auslaufbereitschaft ist auf 10 Uhr angesetzt.
