Zu viel, zu wenig – und dann genau einmal richtig
Beim Prinz Franz Preis im BYC gibt's erst Gewitter, dann Flaute und am Ende ein einziges Rennen: Die „Kleine Brise“ gewinnt vor „Dottore Amore“ und „mia san mia“.
Das Podium des Prinz Franz Preis 2026: Helmut Schmidt (Mitte zusammen mit Wettfahrtleiter Ewald Köstler) gewinnt vor Joseph und Ingo Erhlicher mit Michi Lipp (re). Platz drei geht an Peter Fröschl mit Nico Stoll und Michi Ziller (li) Foto: © Sina Wolf
Starnberger See. 7.- 9. August 2026. Das Fünfseenland wird in diesem Sommer mit reichlich Wind beschenkt – nur an den Regattawochenenden, da bleibt das Wetter regelmäßig wie verhext. So auch beim Prinz Franz Preis im BYC. Erst am dritten Tag ging wenigstens eine Wettfahrt über den Parcours und die gewinnt Helmut Schmidt mit Patrick Schmidt und Stefan Hellriegel auf seiner „Kleinen Brise“.
Am Freitag war es zu viel. Eine schnelle Sturmwarnung, Gewitter und Starkregen machten jeden Start unmöglich. Mehr als Stegbier war an diesem Tag nicht zu holen.
Am Samstag war es zu wenig. Der Tag begann mit Südwind und Weißwürsten in der SEESEITN. Doch als die 37 Drachen ausgelaufen waren, brach der Wind zusammen. Nach langem Warten kehrte die Flotte zunächst zurück. Gegen 15.30 Uhr unternahm die Wettfahrtleitung bei Westwind einen neuen Versuch, musste den Lauf jedoch abbrechen.
Damit blieb die kulinarische Bilanz nach zwei Tagen belastbarer als die sportliche: Auf die Weißwürste folgte am Abend die Ente.
Am Sonntag stimmte die Dosis schließlich. Entgegen der Vorhersage setzte sich erneut Südwind durch. Die Drachen liefen früh aus, diesmal brachte die Wettfahrtleitung eine vollständige Wettfahrt ins Ziel. 34 Boote beendeten das Rennen. Ein zweiter Lauf wurde begonnen, scheiterte dann aber an leichten und stark drehenden Winden. Gegen 14.30 Uhr war klar: das wird nichts mehr.
Damit entschied diese eine Wettfahrt über den Prinz-Franz-Preis 2026. Die „Kleine Brise“ (GER 1218, DTYC) mit Helmut Schmidt, Patrick Schmidt und Stefan Hellriegel gewann vor „Dottore Amore“ (GER 77, BYC) mit Ingo und Jospeh Ehrlicher und Michi Lipp. Peter Fröschl, Michael Ziller und Nikolaus Stoll segelten mit „mia san mia“ (GER 1153, MYC) auf Platz drei.
Text & Foto: ©Sina Wolf
