Foto: GER 77 – Ingo Ehrlicher, Anton Ehrlicher und Constantin Boetsch (v. re). © Bayerischer Yacht-Club // Ludwig Photographics

Ingo Ehrlicher, Anton Ehrlicher und Constantin Boetsch setzen sich beim Randmod-Sörensen-Gedächtnis-Preis gegen 39 weitere Drachen durch. Am Ende entscheidet ein einziger Punkt.

Starnberg, 19.Juli 2026 – Die Ansage ans Team war unmissverständlich: „Ich fühl mich gut. Wir fahren auf Sieg. Uns gilt es zu schlagen.“ Zwei Tage später stand fest: Ingo Ehrlicher hatte nicht zu viel versprochen. Gemeinsam mit Sohn Anton und Constantin Boetsch gewann er den Randmod-Sörensen-Gedächtnis-Preis in seinem Heimatverein Bayerischen Yacht-Club.

38 Drachen gingen auf dem Starnberger See an den Start. Der Wind machte es ihnen nicht leicht. Er blieb eher schwach, zumeist zwei oben einer unten, drehte immer wieder und zwang die Crews, jede Böe und jede Verschiebung genau zu lesen. Wer zu früh auf die falsche Seite setzte, verlor im großen Feld schnell mehrere Plätze.

GER 77 kam damit von Beginn an gut zurecht. Nach Rang zwei im ersten Rennen folgte ein sechster Platz. Das reichte, um am Samstagabend die Führung zu übernehmen. Ehrlicher, Ehrlicher und Boetsch gingen mit einem Punkt Vorsprung auf Michael Schattan, Armin Altenau und Philipp Altenau in die Nacht.

Am Sonntag wurde es noch enger. Die Crew auf GER 77 gewann die dritte Wettfahrt und baute ihre Führung aus. Doch entschieden war damit nichts. Im letzten Rennen fiel sie auf Rang acht zurück, während Schattan und seine Mannschaft erneut vorne mitmischten.

Der achte Platz wurde zum Streicher. Damit blieben für GER 77 neun Punkte stehen. Schattan, Altenau und Altenau kamen auf zehn. Ein einziger Zähler trennte Sieger und Zweitplatzierte.

Auch dahinter blieb es knapp. Andi Lachenschmid, Alexa Hausotter und Pia Dörr belegten mit zwölf Punkten Rang drei. Matthias Glas und seine Crew kamen ebenfalls auf zwölf Punkte, mussten sich nach der Wertung jedoch mit Platz vier begnügen.

Gerade bei wenig Wind zeigte sich, was Drachensegeln ausmacht. Nicht allein Geschwindigkeit entschied, sondern der Blick für den nächsten Druck, den kommenden Dreher und den richtigen Platz im Feld.  Nach vier Rennen stand am Sonntagnachmittag fest: Das „Boot der Stunde“ war tatsächlich das Boot, das es zu schlagen galt. Am Ende hatte es keiner geschafft.

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